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VinylPlus – die Europäische Nachhaltigkeitsinitiative für PVC – präsentiert den Fortschrittsbericht 2011
Frühjahr 2012. Messbare Fortschritte in allen Bereichen der Nachhaltigkeit zeigt der eben vorgelegte erste Jahresbericht von VinylPlus. VinylPlus ist nach Vinyl 2010 bereits die zweite, wiederum auf zehn Jahre ausgelegte Nachhaltigkeits-Initiative der europäischen PVC-Branche mit jährlich steigenden Zielvorgaben bis ins Jahr 2020.
Recycling (EU-27 + Schweiz und Norwegen)
Für 2020 legt VinylPlus ein Recycling-Ziel von 800.000 Jahrestonnen aufbereitetes Alt-PVC in der EU-27 fest. Trotz der aktuellen konjunkturellen Schwierigkeiten – besonders am europäischen Bausektor – liegen die Zahlen auf Kurs. Exakt 257.084 Tonnen an recyceltem Alt-PVC wurden im Vorjahr registriert (Ergebnisse von KPMG auditiert und bestätigt).
Trotz der erfreulichen Zwischenergebnisse erinnern die Vertreter der Industrie, dass die ambitionierten Ziele von VinylPlus nur durch intensive Zusammenarbeit aller Stakeholder erfüllt werden können. Wichtigste erfolgsrelevante Voraussetzung ist ein funktionierender Markt für wiederverwertetes PVC. Leider bestehen in manchen Bereichen formale bzw. legistische Hürden für den Einsatz von Recyclat.
Stefan Eingärtner, General Manager von VinylPlus, dazu: „Die PVC-Branche ist durch die – trotz eines wirtschaftlich sehr schwierigen Klimas erzielten – Fortschritte des ersten Jahres ermutigt und steht mit voller Überzeugung hinter den Zielen von VinylPlus. Doch gerade in Zeiten, in denen alle Wirtschaftsbereiche von Einsparungen betroffen sind, ist die Zusammenarbeit wichtiger denn je. Um unsere Nachhaltigkeits-Ziele zu erreichen, bedarf es der vollen Unterstützung entlang der gesamten europäischen Wertschöpfungskette sowie einer engen Kooperation mit Behörden und Gesetzgebern.“
Recycling (Österreich)
Heinz G. Schratt, Generalsekretär von PlasticsEurope Austria und Sprecher der heimischen Kunststoff-Hersteller: „Beim Recycling ist Österreich weiter als viele andere europäische Staaten. Bereits zwei Jahre vor Deutschland wurde bei uns eine „Deponie-Verordnung“ beschlossen, die seit 2004 verhindert, dass verwertbare Stoffe einfach „entsorgt“ werden.
Davon profitiert nicht bloß die Umwelt sondern insbesondere die Maschinenindustrie (österr. Produzenten wie Erema oder Starlinger sind Weltmarktführer bei Recycling-Anlagen) und die Lieferanten für Sekundär-Rohstoffe: Teile der früheren Entsorgungswirtschaft sind längst zu Rohstofflieferanten mutiert. Z.B. entwickelte und errichtete der österr. Unternehmer Walter Ebner (Reststofftechnik GmbH) in Salzburg eine Anlage die sich auf das Recycling von Rohren und PVC-Fenstern spezialisierte.“
Für ein hochwertiges stoffliches Recycling von PVC sind in Österreich sowohl ausreichend Verarbeitungskapazitäten wie auch die Nachfrage vorhanden. Bloß Altmaterial gibt es zu wenig. Schratt: „Derzeit wird – etwa beim Ausbau gebrauchter PVC-Produkte im Zuge von Sanierungen –meist nur die rechtlich korrekte Entsorgung ausgeschrieben. Es wäre sinnvoller, diese Ströme in Richtung Wiederverwertung zu lenken. Das aktuelle Ausschreibungsrecht der EU erlaubt ökologisch motivierten Bewertungskriterien in Ausschreibungen.“
Zusatzstoffe
Ebenfalls gute Erfolge erzielte VinylPlus laut aktuellem Fortschrittsbericht beim Einsatz nachhaltiger Zusatzstoffe: Gegenüber dem Jahr 2007 – also binnen 5 Jahren – sank der Einsatz von Blei-Stabilisatoren in den EU-27 um 71,4 Prozent. Bis 2015 werden sämtliche Blei-Stabilisatoren restlos ersetzt sein. Als Alternative etablierten sich in den meisten Einsatzbereichen problemlose Stabilisatoren auf Kalzium/Zink-Basis (insbesondere in Bauprodukten).
Die Fortschritte von VinylPlus werden jährlich von einem unabhängigem Monitoring-Komitee kontrolliert und beurteilt. Die Inhalte des Fortschrittsberichtes 2012 wurden durch die Test- und Verifizierungsorganisation SGS geprüft, die für 2011 angegebenen Recyclingmengen wurden von KPMG kontrolliert und bestätigt.
Die Zusammenfassung des Fortschrittsberichts in deutscher Sprache finden Sie hier.
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