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Vinyl2010 Abschlussbericht: Die Nachhaltigkeits-Initiative der Europäischen PVC-Industrie
erreicht die gesteckten 10-Jahres-Ziele und berechtigt zum Optimismus

Frühjahr 2011.
Die europäische PVC-Industrie präsentierte den Abschlussbericht zu ihrer im Jahr 2000 gestarteten, auf 10 Jahre angelegten Initiative “Vinyl 2010”. Das Programm, das in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Branche europaweit umgesetzt wurde, zielte auf die Erhöhung der Nachhaltigkeit in der Produktion und Anwendung des Kunststoffes PVC ab. Der Bericht dokumentiert die großen Fortschritte, die in den letzten 10 Jahren in Abfallmanagement, Recycling-Technologien, Stakeholder-Engagement und dem Umgang mit Additiven gemacht wurden.

Sämtliche Ziele, die im Jahr 2000 in Vinyl 2010 festgesetzt worden waren, konnten erreicht oder sogar noch übertroffen werden.

Der Abschluss des Programms markiert gleichzeitig den Anfang einer neuen Nachhaltigkeits-Initiative der PVC-Branche. Sie wird im Laufe dieses Jahres starten und wiederum die aktive Mitarbeit der gesamten Wertschöpfungskette und zahlreicher weiterer Stakeholder-Gruppen aus dem öffentlichen Bereich und der Wirtschaft beinhalten.

Besonders bedeutend sind die Fortschritte, die mit Vinyl 2010 bei der Sammlung und Verwertung von PVC-Abfällen erzielt wurden. Bei Start der Initiative im Jahr 1999 gab es nahezu keine europaweite Infrastruktur für die PVC-Wiederverwertung – wohl ein wesentlicher Grund, warum das Material damals von einigen Seiten als „nicht recyclingfähig“ eingeschätzt wurde. Die jüngsten Zahlen beweisen eindrucksvoll das Gegenteil: Allein im vergangenen Jahr verarbeitete das im Rahmen von Vinyl 2010 errichtete europaweite Netzwerk an PVC-Recyclern 260.842 Tonnen PVC-Abfälle – und hier wurden lediglich Post-Consumer-Abfälle erfasst, die keinen gesetzlichen Wiederverwertungs-Quoten oder -Vorschriften unterliegen. Damit liegen die Ergebnisse deutlich über den Zielen von Vinyl 2010, das eine Verwertung von zusätzlichen 200.000 Tonnen pro Jahr angestrebt hatte.

“Vinyl 2010 ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie eine ganze Branche gemeinsam gesteckte Ziele auf freiwilliger Basis in die Praxis umsetzen kann. Der Erfolg des Programms ist nicht nur für die PVC-Branche bedeutend”, betont Helmuth Leitner, Executive Director der europäischen PVC-Hersteller-Vereinigung ECVM. “Wir können mit Fug und Recht sagen, dass die europäische PVC-Branche sich neu aufgestellt hat. Wir konnten den berechtigten Erwartungen der modernen Gesellschaft entsprechen, und dabei unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Das Vertrauen in den Werkstoff ist gefestigt, und PVC ist heute bei den Beschaffern als nachhaltiges Material anerkannt. Parallel dazu erfolgte der Aufbau einer soliden PVC-Recycling-Struktur in ganz Europa.” Innovative Recycling-Technologien erlauben nicht nur mengenmäßig den Ausbau der PVC-Wiederverwertung, auch die Bandbreite der recyclingfähigen Abfälle wurde erweitert.

Der Abschlussbericht dokumentiert auch einen Wandel bei der Verwendung von Zusatzstoffen in PVC: Einige Additive wurden ersetzt – Cadmiumstabilisatoren werden in den EU-Staaten nicht mehr verwendet – bei anderen verläuft dieser Prozess, schneller als vorgesehen: Der Ersatz von Bleistabilisatoren geht zügiger voran als erwartet und wird bis 2015 abgeschlossen sein. Zahlreiche Risikoanalysen zu Weichmachern konnten von der Europäischen Kommission unter Mithilfe der Produzenten erstellt und veröffentlicht werden – ebenfalls ein Ergebnis von 10 Jahren intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik.

Die Erfolge von Vinyl 2010 haben die europäische PVC-Industrie bestärkt: Sie setzt sich nun neue, wiederum höchst ambitionierte Ziele. Gemeinsam mit dem renommierten schwedischen Nachhaltigkeits-Institut “The Natural Step” wurde in den vergangenen 12 Monaten eine neue, für die nächsten 10 Jahre gültige Zielvereinbarung konzipiert. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg wird die aktive Beteiligung sämtlicher Unternehmen der PVC-Wertschöpfungskette sein, ebenso wie die bessere Etablierung von PVC-Rezyklat am Markt und die Zusammenarbeit des öffentlichen Sektors und der Wirtschaft bei den Bemühungen, die Deponierung von Abfällen zurückzudrängen.

Leitner: “Bei Vinyl 2010 gab es einige Unternehmen, die von den Erfolgen profitierten, ohne aktiv etwas beizutragen. Nun, da Nachhaltigkeits-Faktoren für öffentliche Beschaffer ebenso wie für Private immer bedeutender werden, riskieren diese Trittbrettfahrer, ihre Märkte zu verlieren. Denn wir gehen davon aus, dass Planer, Beschaffer und Verbraucher ihr Verantwortungsbewusstsein deutlich zeigen, indem sie jene Unternehmen stärken, die sich aktiv um die Nachhaltigkeit ihrer Produkte bemühen.”

VinylPlus, die neue Nachhaltigkeits-Initiative der PVC-Branche, wird im Juni 2011 offiziell vorgestellt.

Weitere Informationen zu Vinyl 2010 finden Sie hier.

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