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PVC in der Mode: Ein Klassiker zeigt sein neues Gesicht
Der Kunststoff bei den Top-Labels und mit eigenem Shop in New York

September 2002.
Ein Klassiker des Designs erlebt gegenwärtig eine Renaissance auf Laufstegen und in trendigen Modeboutiquen in aller Welt: PVC, der älteste der heute noch weit verwendeten Kunststoffe, beweist wieder einmal seine Innovationskraft. Denn auch in Bekleidung und Accessoires hat dieser Werkstoff einen weiten Weg hinter sich.

Retro-Motive und 50er-Farben

So interpretieren die aktuellen transparenten PVC-Mäntel und -Taschen, etwa von Prada oder Chanel, das alte Thema "Regenbekleidung" deutlich anders als die Vorläufer - die gelben, als "Friesennerz" bekannten Jacken und Hüte. Muiccia Prada betont, dass ihre neuen PVC-Kreationen nicht nur schön, sondern auch praktisch sind. Die durchsichtigen Vinyl-Handtaschen sind bereits der absolute Trend-Tipp dieser Saison. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen dem klaren Kunststoff und dem Samt des hellbraunen Henkels. Dazu als ultimatives Plus: eine ebenfalls samtene Geldbörse.

Den passenden originellen Mantel liefert Prada natürlich ebenfalls gleich mit - natürlich auch aus transparentem Vinyl, mit Paspeln in der Trendfarbe Orange. Wem das dann doch zu "Fifties" ist, kann auf eine schwarze Variante zurückgreifen. Auch die lichtdurchlässige Vinyl-Mini-Handtasche von Chanel zeigt sich in der beliebtesten Saisonfarbe Orange, zusätzlich aber auch rundum mit dem berühmten Chanel-Logo geprägt. Neben den schier unerschöpflichen Design-Möglichkeiten ist das Bemerkenswerte an den PVC-Stücken die Beständigkeit gegen UV-Licht - sie bleichen nicht aus. Und natürlich sind sie Wasser abweisend.

Eigene Vinyl-Boutique in New York

Doch nicht nur transparente Mäntel oder Taschen kommen immer mehr in Mode. Viele Käufer beginnen "Kunstleder" echtem Leder vorzuziehen. Mehrere Gründe sprechen dafür: Kunstleder-Produkte sind widerstandsfähig und pflegeleicht, zusätzlich bringt das geringe Gewicht ein großes Plus.

Zwei Schwestern aus New York sind diesem "Boom" gefolgt und haben im Stadtteil Manhattan die Mode-Boutique "Moo Shoes" eröffnet. Die überzeugten Vegetarierinnen verkaufen neben T-Shirts ausschließlich Kunststoff-Produkte: Jacken, Gürtel, Schuhe und Taschen aus PVC - alles, was aussieht wie Leder, nur eben eigentlich keines ist. Das "Kunstleder" sei nicht nur die richtige Entscheidung aus Sicht des Tierschutzes, sondern - betonen die Schwestern - "eigentlich viel schicker als andere Materialien".


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