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Meisterstück aus Österreich - Fasten Seatbelt:
Vielseitige Freizeit-Möbel aus PVC

Mai 2002
. Fasten Seatbelt – das ist bei Karin Hepp und Valerie Keiper-Knorr keine Vorsichtsmaßnahme, sondern Aufforderung zum flexiblen Wohnen. Die zwei österreichischen Architekturstudentinnen entwickelten bei einem Workshop über pneumatische Architektur eine spezielle Form aufblasbarer Kissen aus PVC, die mittels eines variablen Gurtensystems auf einfache Weise zu verschiedensten Möbeln oder Freizeitgeräten zusammengeschnallt werden können. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Fauteuil oder Chaiselongue im gemütlichen Wohnzimmer bis zum leicht verstaubaren Gästebett. Auch außerhalb der eigenen vier Wände ist „Fasten Seatbelt“ vielseitig einsetzbar: als Luftmatratze im Swimmingpool oder als rasante Rodel im Schnee.

In den PVC-Kissen befinden sich Einbuchtungen, die einen Saugnapf-Effekt erzeugen und für einen festen Zusammenhalt der einzelnen Teile sorgen. Die Pölster sind konisch geformt, was dazu beiträgt, dass man beim Sitzen nicht abrutscht. Eine spezielle Beschichtung aus PU (Polyurethan) bewirkt zusätzliche Widerstandsfähigkeit, so dass auch beim Rodeln auf der Schipiste keinerlei Anlass zur Sorge besteht, dass sich das Freizeitvergnügen plötzlich in Luft und traurige Hüllen auflöst. „Wir arbeiten gerne mit PVC, weil sich Projekte damit wirklich einfach und schnell realisieren lassen“, zeigen sich Karin Hepp und Valerie Keiper-Knorr zufrieden. „Dieser Kunststoff hat sich als ideal für unsere Art von Design erwiesen. Es gibt ein enormes Spektrum an Farben, in denen unsere Möbel eingefärbt und damit noch individueller gestaltet werden können. Uns gefällt auch sehr die Transparenz des Materials, es verleiht Design-Objekten aus PVC eine ganz besondere Charakteristik. Ein weiterer Vorteil liegt in dem geringen Gewicht. Dadurch können unsere ‚Fasten Seatbelt‘-Möbel einfach transportiert und dann vor Ort aufgeblasen werden.“

„Fasten Seatbelt“ feierte Erfolge bei mehreren Design-Ausstellungen, darunter auch die Ausstellung „Den Fuß in der Tür – Manifeste des Wohnens“ im Wiener Künstlerhaus. Daraus ergab sich eine Reihe an Interessenten, die vorerst jedoch auf ihre zusammengeschnallten Möbel warten müssen. Denn noch existiert „Fasten Seatbelt“ nur als Prototyp. Hepp und Keiper-Knorr sind für Verhandlungen über eine Serienproduk-tion ihres originellen Möbelsystems offen. Mehr Informationen unter www.fastenseatbelt.net

Thermische Verwertung einmal ganz anders:
Obstschalen aus ofenfrischem Vinyl


Ein geradezu genial einfaches Rezept für Obstschüsseln erdachte Designstudent Philipp Koebnick aus Deutschland: Man nehme eine Schallplatte, lege sie ins vorgeheizte Rohr und forme das erwärmte Stück zu einer Schale für Obst oder Gebäck. Eingedenk ihres Ursprungs tragen Koebnicks Schüsseln den schönen Namen „Disco“.

Sie wurden im Rahmen des Projekts „Designbazaar“ entwickelt, einer Art Dauerworkshop der Kunsthochschule Saarbrücken. Die Idee dahinter: Über die Grenzen traditioneller Fachbereiche (Kunst, Design und neue Medien) hinweg entwerfen Studenten witzige Produkte. Folgende Bedingungen werden gestellt: Der Verkaufspreis soll unter 50 Euro liegen, sie müssen alltagstauglich sein und als Kleinserien-Objekte selbst produziert. Koebnicks „Disco“-Schüsseln erfüllen diese Auflagen spielend. Um nur 8 Euro sind sie auch im Wiener Café „das möbel“ zu haben.


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