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“Vinyl 2010" weiter erfolgreich -
Der Fortschrittsbericht 2007
Frühjahr 2007. Die im Jahr 2000 gegründete europaweite Brancheninitiative für die nachhaltige Entwicklung von PVC und PVC-Produkten, „Vinyl 2010“, hat im vergangenen Jahr über die von ihr betreuten Projekte rund 83.000 Tonnen PVC wieder verwertet und damit zum zweiten Mal in Folge die Mengen verdoppelt. Dies geht aus dem soeben veröffentlichten Fortschrittsbericht hervor. Der von unabhängigen Kontrollgesellschaften auditierte Jahresbericht zeige nicht nur, dass die in der freiwilligen Selbstverpflichtung festgelegten Ziele konsequent verfolgt werden, sondern auch, dass diese Form der Selbstregulierung einer gesamten Branche funktioniere, erklärte dazu Jean-Pierre De Grève, der Generalsekretär von Vinyl 2010: „Zwei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: Transparenz und die Beteiligung der gesamten Wertschöpfungskette. Beides ist uns gelungen.“
Neben der deutlichen Steigerung der Recycling-Mengen in allen Anwendungsgebieten – von Rohren und Fenstern bis zu PVC-beschichteten Planen – wurde im Jahr 2006 auch der Ersatz von Bleistabilisatoren weiter vorangetrieben und im Bereich der Trinkwasserrohre in nahezu allen EU-15-Ländern bereits abgeschlossen.
Ein großer Teil der von Vinyl 2010 initiierten Recyclingprojekte wurde in eine eigene Organisation, Recovinyl, eingebracht, die finanzielle Anreize für Abfallsammler und Unternehmen der Bau- und Abbruchswirtschaft schafft, Alt-PVC der Verwertung zuzuführen.
Der Jahresbericht 2007 von Vinyl 2010 ist unter www.vinyl2010.org abrufbar.
Seit dem Jahr 2004 ist Vinyl 2010 eine von der UN Kommission für Nachhaltige Entwicklung anerkannte Partnerorganisation. Zu den wesentlichen Errungenschaften der seit 2000 aktiven Brancheninitiative zählt der völlige Verzicht auf Cadmium-Stabilisatoren, der in den EU-15-Ländern im Jahr 2001 und in Österreich bereits davor abgeschlossen wurde. Im vorigen Jahr verpflichteten sich auch die übrigen der EU-25-Länder zum gänzlichen Ausstieg aus Cadmium.
Eines der Ziele von Vinyl 2010 ist die Minimierung der Umweltbelastung durch Schwermetalle. Dazu wurde eine Beurteilung von Bleistabilisatoren („Risk Assessment“) erarbeitet und 2004 publiziert. Das Ziel, diese Zusatzstoffe in PVC-Produkten um 15 Prozent zu senken, wurde 2005 vorzeitig erreicht; bis 2015 sollen Bleistabilisatoren in allen EU-25-Ländern gänzlich ersetzt werden.
Auch zu der bedeutendsten Gruppe von Weichmachern, den Phthalaten, erfolgte ein Risk Assessment, das 2006 publiziert wurde und die Zielrichtung vorgibt.
Die über Vinyl 2010 wiederverwerteten PVC-Mengen steigen kontinuierlich: Nach 14.255 Tonnen im Jahr 2004 waren es 2005 rund 38.790 Tonnen, die sich 2006 auf 82.812 Tonnen neuerlich verdoppelten. In den wichtigsten Anwendungsgebieten – Rohre, Fenster, Dichtungsplanen – wurde bereits im Jahr 2003 rund ein Viertel des erfassbaren Altmaterials wiederverwertet.
Ein tragender Bestandteil der Brancheninitiative sind die von den PVC-Herstellern unterzeichneten „Produktion Chartas“, in denen detaillierte Ziele zur Emissions-Senkung festgeschrieben wurden. Die Erfüllung der Vorgaben durch die Unternehmen wird von externen Organisationen überwacht.
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